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Rezension zu 'Outlander - Feuer und Stein' von Diana Gabaldon




Eckdaten




Verlag: Knaur
Quality Paperback
1136 Seiten
Erscheinungsdatum: 04.05.2015
ISBN: 978-3-426-51802-1
Homepage des Verlages: ** hier klicken **







Klappentext

Schottland 1946: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf gleich eine Fremde, ein »Outlander«.

(Quelle: Knaur)

Meine Meinung

Claire Randall betritt im jahre 1946 in Schottland, während ihren zweiten Flitterwochen, einen alten Steinkreis und wird ohnmächtig. Als sie zu sich kommt, befindet sie sich im jahre 1743.. Und sie muss sich in einer Zeit zu Recht finden, die für sie Geschichte ist und nun zu ihrer Gegenwart wird.

Feuer und Stein ist wohl den meisten Lesern bereits bekannt - einigen sogar die TV-Serie. Ich bin etwas spät dran, aber nun habe ich es auch geschafft, das Buch zu lesen.
Mir gefällt die Aufmachung der Neuübersetzung unheimlich gut - so schlicht und doch so aussagekräftig. Für mich passt es perfekt zur Geschichte - einfach wundervoll gemacht.

Nun zum Inhalt. Die Geschichte an sich finde ich persönlich leider eher nicht so spektakulär. Wir erfahren, wie Claire sich im Jahr 1743 zu Recht findet - sie trifft auf den MacKanzie-Clan und Jamie, der ihre Welt noch einmal auf den Kopf stellen wird. Für mich ist es ein dahinplätschern von Ereignissen, die ein wenig zu langatmig waren stellenweise.
Natürlich gab es auch Teile, die haben mir sehr gut gefallen - da passierte was, man hat Dinge erfahren, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat etc. Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die Beschreibungen der Landschaften. Ich konnte mir die Schottischen Highlands sehr gut vorstellen und habe mich ein wenig in das Land verliebt. Es muss wundervoll dort sein und ich hoffe, dass ich eines Tages nach Schottland reisen kann.

Auch die Geschichte der Clans und der Engländer hat mir gefallen. Es war nur ein wenig zu langatmig, wie gesagt und daher hat es für mich ein wenig an Reiz verloren und es erschwert, das Buch zu lesen.
Die letzten paar hundert Seiten gingen wieder ein wenig flotter - aber das Ende... Naja - für mich jetzt nicht wirklich ein gutes Ende. Nach dem, was alles passiert ist, ist es einfach zu offen. Ich hätte mir hier ein etwas anderes Ende gewünscht. Besonders in Bezug auf Jamie.

Einige der Ereignisse waren einfach nicht so glaubwürdig, hatte ich den Eindruck. Ein Mensch kann ja vieles durchstehen, aber irgendwann sagt auch der stärkste Körper, dass er nicht mehr kann - besonders bei Folter etc. Da zweifle ich ein wenig daran, dass jemand wirklich so viel wie Jamie aushalten kann.
Da war seine Reaktion auf Claire gegen Ende schon glaubwürdiger - doch wie gesagt. Das Ende hat das wieder ein wenig abgewertet. Es war irgendwie komisch.

Ich finde es unheimlich schade, dass mich das Buch nicht so packen konnte, wie ich es mir erhofft habe. Bücher in diese Richtung mag ich normalerweise sehr gerne - aber hier hat mir leider das gewisse Etwas gefehlt, obwohl ich den Schreistil von Diana Gabaldon gerne mag.

Zu den Charakteren...

Jamie finde ich klasse! Ich mag seinen Humor, seine Art - auch wenn er so eine Art Übermensch zu sein scheint. Ansonsten mag ich ihn wirklich sehr gerne.

Und nun zu Claire... Was soll ich sagen: Sie geht mir gehörig auf die Nerven! Sie ist klur, weiss was sie will und sagt, was sie denkt - das ist ja alles super und diesen Aspekt mag ich ja. Aber wie sie mit der Situation umgeht! Da kann ich nur den Kopf schütteln.
Als sie feststellt, dass sie 200 Jahre in der Vergangenheit gelandet ist, tut sie es quasi mit einem Schulterzucken ab und macht einfach weiter - als wäre es das normalste der Welt. Und als sie enger an Jamie gebunden wird - wie müsst ihr selbst nachlesen - wehrt sie sich zwar, aber dann gibt sie sich einfach so geschlagen. Und es wirkt, obwohl sie ab und an ihr Jahrhundert denkt, als hätte sie sich so mir nichts dir nicht mit allem arrangiert.
Das war ein grosser Minuspunkt und hat mir nicht gefallen - auch sonst hatte ich manchmal meine Probleme mit ihrer Ansicht, ihrer Denkweise. Wie gesagt - sie hat stark an meinen Nerven gezehrt. Ich hoffe, das ändert sich in Band 2.

Die restlichen Charaktere fand ich zum Teil sehr interessant und ich hätte gerne mehr über sie erfahren - wer weiss, vielleicht geschieht das in Band 2.

Fazit


Aufgrund ein paar Dingen, die mir nicht gefallen haben und mich das Buch nicht so packen konnte, wie gewünscht, bekommt es von mir gute 3 1/2 Sterne - ich werde Band 2 auf jeden Fall lesen.

Dank geht an
 

 für das Rezensionsexemplar

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