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Rezension zu Henkersmarie von Astrid Fritz

Hallo ihr Lieben :)

Heute gibt es eine Rezension für euch und zwar zum Buch 'Henkersmarie' von Astrid Fritz. Dies ist ein historisches Buch und ich habe mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. Vielen Dank an den Verlag an dieser Stelle.


Verlag: Kindler (Rowohlt)
Erscheinungsdatum: 30.05.2015

Hardcover
512 Seiten
ISBN 978-3-463-40651-0

Homepage des Verlages: ** hier klicken **

Klappentext:

Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal

Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll.
Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?

(Quelle: Kindler / Rowohlt)

Rezension:

Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Die kleine Maria wächst als Tochter eines Henkers auf - in einer schäbigen Gasse und der Beruf des Vaters ist für sei eine fremde Welt. Dennoch spürt sie deutlich, wie sie und ihre Familie gemieden werden. Denn Henker und deren Familien gelten als 'Unehrliche', mit denen man nicht in Berührung kommen sollte.
Als Maria alt genug ist, wird sie von ihrem Vater zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mitgenommen und schwört sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie alt genug ist. Doch ihr Eltern haben andere Pläne: Marie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Alles in ihr sträubt sich dagegen, denn sie kommt mit dem Beruf und den damit verbundenen Konsequenzen nicht zu recht. Bleibt der jungen Frau nur die Flucht?

Für mich ist es das erste Buch, welches in diese Richtung geht. Bisher habe ich mich nicht mit dem Thema Henker beschäftigt, obwohl es durchaus ein interessantes Thema ist. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Geschichte.

Es ist erschreckend, wie die Menschen mit Personen umgehen, die damals nicht den Erwartungen entsprochen haben. Ein Henker tut, wie ihm geheissen. Ob die Strafen immer in Ordnung sind oder die Verurteilungen rechtens, das ist ein anderes Thema. Ich weiss nicht, ob ich mich überwinden könnte, die Gefangenen peinlich zu befragen und danach zu bestrafen oder gar hinzurichten. Eigentlich sollte man den Henkern Respekt zollen.
Bestimmt ist es nicht leicht, die Befehle auszuführen und schliesslich damit klar zu kommen. Genauso wie es sehr schwer sein muss, ausgegrenzt zu werden, nur weil man einen solchen Beruf hat - und der Familie haftet der gleiche Ruf an.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist der Aspekt, dass der Henker, trotz seiner Berufes, auch als Heiler gebraucht wird. Wo ich dann beim Verhalten der Bevölkerung ein wenig den Kopf schütteln muss - wenn sie Hilfe brauchen, ist der Henker besser als ein Medicus, aber ansonsten wollen sie mit ihm nichts zu tun haben.

Es kommt auch eine Liebesgeschichte vor in dem Buch, welche sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Daher hat sie mir gefallen - auch wenn ich zum Ende des Buches sagen muss, ich hätte es mir hier dann doch gewünscht, dass es noch ein paar Seiten mehr dazu gehabt hätte. Es ging dann ein wenig zu schnell.

Es gibt auch ein paar Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet und ich habe ein oder zwei Mal sogar eine Träne vergossen, da es mich so berührt hat.

Astrid Fritz Schreibstil ist einfach toll und ich bin quasi durch das Buch geflogen. Sie hat mich richtig in ihren Bann gezogen und ich mag ihre Art der Erzählung. Und man merkt auch, dass sie sich vorher über das Thema informiert hat und nicht einfach geschrieben hat.

Charaktere

Marie hat mir sehr gut gefallen - durch die Aufteilung im Buch konnte man miterleben, wie von einem jungen Mädchen zu einer jungen Frau wurde. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn sich in einigen Handlungen ihr Alter gezeigt hat. Dennoch ist sie ein wundervoller Charakter, den ich sehr gerne gemocht habe.

Auch Maries Familie hat mir gut gefallen - man konnte sich in die einzelnen Personen hineinversetzen. Ausser die Mutter blieb mir ein wenig auf der Strecke. Man hat zwar einiges über sie erfahren, aber doch weitaus weniger als über den Vater oder die beiden Brüder von Maria. Das fand ich ein wenig schade.

Die Nebencharaktere haben mir alle gut gefallen. Einige waren näher ausgeleuchtet, da sie eine wichtiger Rolle hatten, andere waren eher im Dunkeln. Aber alles in allem sind sie der Autorin sehr gelungen.

Cover

Das Cover finde ich sehr schön, auch wenn es nicht ganz zum Buch passt. Das fand ich etwas schade.

Fazit

Ein interessanter historischer Roman, den ich jedem empfehlen kann, der mal etwas in diese Richtung lesen möchte. Das Buch erhält von mir 4 Sterne. ****

Kommentare

  1. Das Buch wird demnächst auch bei mir einziehen, denn es war mein MUST HAVE für den Juni!
    Liebe Grüße
    Martina

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